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Neotopia. Atlas zur gerechten Verteilung der Welt.
Manuela Pfrunder

erstellt am: 11.06.2017 | von: englich | Kategorie(n): Design Literatur

 

Die Erde besteht aus Luft, Wasser, Stein, Erdöl, Blumen, Ziegen, Autos, Schwimmbädern, Glühbirnen und Salatschleudern … Dies alles steht in einer bestimmten Menge zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Verfügung. Die Menschheit, die sich ebenfalls auf dieser Erde befindet, nimmt eine Sonderstellung ein und beschäftigt sich unter Begriffen wie Wirtschaft, Politik, Raumplanung oder Entwicklungshilfe mit der Verteilung des Vorhandenen. Damit stellt sich zwangsläufig die Frage nach der Gerechtigkeit, und dazu ist längst eine Antwort festgeschrieben: Jeder Mensch hat die gleichen Rechte und somit den gleichen Anspruch auf die gegebenen und die produzierten Dinge.

Wie aber sieht unsere Welt aus, wenn wir mit der Gerechtigkeit ernst machen und für jedes Neugeborene die gleichen Voraussetzungen schaffen? Die Beantwortung dieser Frage zwingt dazu, die Erde neu zu gestalten: In radikaler Objektivität stelle ich Gerechtigkeit und Chancengleichheit her und bringe die Welt in Ordnung. Diese neue Welt enthält die Vergangenheit, nimmt die Zukunft voraus und repräsentiert die Gegenwart, indem alle Daten, mit denen sie konstruiert wurde, auf Statistiken zum Zustand der heutigen Welt beruhen. Das Resultat ist ein utopo-grafischer Atlas der beendeten Schöpfung, die Apokalypse der Gerechtigkeit.

Manuela Pfrunder, geboren 1979 in Luzern, schloss im Jahr 2000 das Studium an der Fachklasse für Grafik der Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern ab. «Neotopia» entstand als Abschlussarbeit und gewann den Förderpreis 2000 des Schweizerischen Grafiker Verbands und am Design Preis Schweiz 2001 den Willy Guhl Preis für Kommunikationsdesign.

NEOTOPIA 2009: DIE GERECHTE VERTEILUNG DER WELT.
Für die 4. Architekturbiennale Rotterdam in Holland vom September 2009 bis Januar 2010 wurden alle Daten des bestehenden preisgekrönten Buchprojekts «Neotopia» neu recherchiert, berechnet und gestalterisch umgesetzt. Wie würde die Welt aussehen, wenn alle den gleichen Zugang zu Ressourcen wie Raum, Nahrung und Gütern hätten?

Bilder der Ausstellung:
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