ID Neuwerk

Design Education Research

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Referate / Recherchen


Das individuelle Recherche-Thema

Vor Beginn des Projektes waren die TeilnehmerInnen gebeten, eigenständig ein Thema für die individuelle Recherche zu bestimmen, das als Kurz-Referat für max. 10 Minuten mit ca. 15-25 Seiten für Beamerpräsentation aufbereitet werden sollte.

Von Beginn an sollte berücksichtigt werden, dass open design viele Dimensionen und Komponenten haben könnte … methodisch … logistisch … sozial … ökonomisch … 

 

Die Themen in der Übersicht:

Haben oder Sein von Erich Fromm / Felix Fleischer

From open source to open goods / Moritz Petersdorff

Open … Manifeste / Johanna Seelemann

Open Knowledge / Jonathan Geffen

DIY – DO IT YOURSELF / MK

Methoden der Vernetzung / Larissa Meyer

Partizipation im öffentlichen Raum / Anna Böhnke

Open Design Non Profit Projekte / Sascha Henken

Schutz – ein Überbleibsel „alter“ Besitzansprüche / Malte Westphalen

studio swine / Karl Russell u. Konstantin Hinkel

Crowdsourcing / Carolin Thieme

Open … Produktions/Kommunikationstechnologien / Juber Attia

OPENiT Festival Reportage / Su Kazimi + Christoph Unbescheidt

Die Allmende – gemeinsam besitzen und nutzen / Rudolf Weiß

Collaborative Consumption / Amelie Goldfuß

Open? / Sophie Döhler

Crowdfunding / Felix Seltmann

Vom Konzept zur Praxis / Julian Gottschalk

FabLab / Maika Butter

Build more, buy less! – Le van Bo / Melanie Kuth

 






FabLab
Maika Butter

 

FabLab (engl. fabrication laboratory – Fabrikationslabor)

ist eine offen zugängliche Werkstatt, welche es Laien, Maker oder einfach Einzelpersonen möglich macht, Produkte mit Hilfe von industriellen Produktionsverfahren selbst herzustellen.

Das erste FabLab wurde von Neil Gershenfeld am Massachusetts Institute of Technology (MIT) im Jahre 2002 gegründet. Vorallem computergesteuerte Maschinen wie CNC-Fräsen, 3D-Drucker und Lasercutter können dazu genutzt werden.

Fablabs existieren verteilt auf der ganzen Welt und richten ihre Aktivitäten nach einer “Fabcharter” aus. In dieser sind Aspekte wie der offene Zugang, Maschinen und der Umwelt, Verantwortung für das eigene Handeln gegenüber anderen Menschen, offene Wissensvermittlung, kommerzielle Aktivitäten und geistige Eigentumsrechte geregelt.

 






Open Design Non Profit Projekte
Sascha Henken

 

Eine Auseinandersetzung mit Projekten, die Open Source Techniken für soziale Zwecke, zum Beispiel in Bereichen wie der Entwicklungshilfe, dem Städtebau und dem Umweltschutz nutzen.

Welche Potenziale bietet hier die Offenlegung von Finanzierungswegen, Entwicklungsschritten, Produktiosprozessen, … ?
Wie funktionieren diese Projekte?
Welche Möglichkeiten bieten sich hier für Gestalter?

 






OPENiT Festival Reportage
Christoph Unbescheidt

 

Recherche vor Ort, Interview der Festivalteilnehmer.

http://openit.cc

 






Build more, buy less!
– Le van Bo-Mentzel
Melanie Kuth

 

Der Berliner Architekt Le van Bo motiviert unter dem Motto “Konstruieren statt Konsumieren” (Build more, buy less) Menschen dazu, ihre Möbel selber zu bauen.

2010 veröffentlichte er dazu seine Baupläne der “Hartz IV-Möbel”. Diese kann jeder kostenlos nutzen, solange er im Gegenzug van Bo von seinen Erfolgen und Verbesserungsvorschlägen berichtet.

Van Bos Ziel ist es, gut gestaltete Möbel jedem zugänglich zu machen. Durch das Erfolgserlebnis des Eigenbaus sollen vor allem Menschen aus finanziell schwierigen Verhältnissen zu mehr Selbstbewusstsein gelangen.

 






Open Knowledge
Jonathan Geffen

 

Ted, Open University, Khan Academy, Poptech
– Wissen ist mittlerweile ein offen zugängliches und für jeden erlangbares Gut.

Woher kommt dieses Bestreben?
Wer hat’s erfunden? Und wie kann ich es effektiv anwenden?
Und was hat es eigentlich mit dieser Creative Commons auf sich?

 






Collaborative Consumption
Amelie Goldfuß

 

„We want not the stuff but the needs or experiences it fulfills.”

Rachel Botsman und Roo Rogers Peer-to-Peer und Open-Source-Alternativen ändern die Art und Weise, wie wir konsumieren und produzieren. Die Gemeinschaft steht hoch im Kurs und der Zugang zu Waren und Dienstleistungen wird wichtiger als Besitz.

Was genau also ist kollaborativer Konsum?
Und wie funktioniert das?
Ein Überblick.

 






Vom Konzept zur Praxis
Julian Gottschalk

 

Konzepte unter dem Thema „Offenheit” gibt es bisher einige. Doch wie sieht die Praxis aus? Werden diese Einrichtungen, Strukturen, Anleitungen usw. tatsächlich genutzt? Wer nutzt sie und wie werden sie genutzt? Welche Konzepte gehen auf, welche nicht? Wie ist eine erfolgreiche Eingliederung möglich? Haben die Leute überhaupt Zeit und Lust (gemeinschaftlich) aktiv zu sein? Welche Hürden gilt es zu überwinden?

Ich versuche an ein paar Interviews, Erfahrungsberichte und Zahlen von Initiatoren heranzukommen, um einen kleinen Lagebericht zusammenzustellen.

 






Die Allmende – gemeinsam besitzen und nutzen
Rudolf Weiß

 

Der Begriff  „Allmende” stammt aus dem landwirtschaftlichen Bereich und beschreibt Gemeinschafts- oder Genossenschaftsbesitz landwirtschaftlicher Nutzflächen. Die gemeinschaftliche Bewirtschaftung von Nutzflächen ist ein mittelalterliches Modell und ist heutzutage vorwiegend in ländlichen Gebieten und Entwicklungsländern verbreitet.

Die immer weiter vorwärtsschreitende Privatisierung und Individualisierung in unserer Gesellschaft lässt das Konzept der Allmende in vielen Augen als nicht zeitgemäß und praktikabel erscheinen. Jedoch zeigen Beispiele wie Gemeinschaftsgärten in urbanen Bereichen, Open-Source-Software und Carsharing, dass das Konzept des Gemeinguts in der heutigen Zeit Anwendung finden kann.

Im Zuge dieser Betrachtung und der Berücksichtigung der gestalterischen Überlegung stellt sich die Frage, in wieweit sich das Konzept der Allmende auf die Gestaltung oder Nutzung von Produkten übersetzen und anwenden lässt?

 






Open … Manifeste
Johanna Seelemann

 

Offenheit als eine Entscheidung?
Guerilla Gardening, Give Away Typefaces
oder das Repair Manifesto.
Haltungen, Entwürfe und Erwartungen
von Open Design Strukturen.

Eine Sammlung von Manifesten.

 






Schutz – ein Überbleibsel „alter“ Besitzansprüche
Malte Westphalen

 

Ideen und Arbeiten werden geschützt, patentiert und geheim gehalten. Ziel ist es sich einen Vorteil gegenüber Dritten, die sich mit ähnlichen Dingen auseinandersetzen, zu verschaffen. In einer sich stetig maximierenden Ökonomie scheint dieses Verhalten immanent und unumgänglich zu sein, um einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten zu haben. In den gestalterischen Disziplinen äußert sich mit dem Schutz einer Idee oder eines Dinges aber auch ein Anspruch auf Autorenschaft, die maßgeblich über den Bekanntheitsgrad eines Produktes und den damit einhergehenden Erfolg bestimmt.

Dieses Verhalten jedoch wiederspricht in seinen Grundzügen dem Prinzip der Offenheit, weshalb gerade im Bereich der Open Source Software Entwicklung die Diskussion über konventionelle und neue Schutzprinzipien und deren Verwendung geführt wird. Dennoch scheint es ein Trugschluss zu sein nach „alten“ Mustern zu arbeiten und neue Alternativen des Schutzes, wie GNU, copy-left oder creative commons, zu verwenden. Denn schon das klassische Patent lässt Wege zu, an einer geschützten Idee zu arbeiten und diese als Grundlage für Neues zu benutzen.

So schrieb Matthew Schooley 1896 in seinem Patentantrag für eine Büroklammer: „Mir ist bekannt, dass schon vor meiner Erfindung Büroklammern hergestellt wurden, die von ihrem allgemeinen Konzeption her eine gewisse Ähnlichkeit mit meiner hatten; aber soweit ich informiert bin, ist bis jetzt keine von ihnen von störenden Vorsprüngen frei, die von den Papieren, die sie halten, abstehen.“

Solange ein Produkt nicht „perfekt“ ist wird es eine Weiterentwicklung und damit einhergehend neue Produkte geben. Was schlussendlich die Frage impliziert: Warum der Schutz einer Idee oder einer Arbeit nötig ist?

 






Partizipation im öffentlichen Raum
Anna Böhnke

 

mitbauprojekte machen architektur und urbanen raum als gemeinschaftlichen ort und kulturelles erbe im wandel erfahrbar.

was gibt es schon?
welche hürden müssen überwunden werden?

 






OPEN … Produktions- und Kommunikationstechnologien
Juber Attia

 

Design- und Produktionstechnologien werden heute zunehmend dem Verbraucher quasi in die Hand gegeben. Eine der neuesten Entwicklungen in der digitalen Desktopproduktion stellt der 3D Druck dar. Ein Design/Entwurf muss dabei nun nicht mehr in hoher Stückzahl produziert werden, um Produktionskosten oder professionelles Design zu rechtfertigen. Immer häufiger werden Definitionen von dreidimensionalen Formen frei zur Verfügung gestellt, sodass schließlich eine virtuelle Werkzeugkiste für diverse Designaufgaben entsteht.

 






From open source to open goods
Moritz Petersdorff

 

Jeder kennt es aus den Nachrichten: 1,5 % Wirtschaftswachstum dieses Jahr. Die Frage ist, wie kann das Wachstum jedes Jahr gewährleistet werden, wenn wir auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen leben und dadurch auch endlichen Märkten, wodurch zwangsläufig ein Ende des Wirtschaftswachstums bedingt ist.

Die Antwort liegt in der Frage; es wird irgendwann eine Abkehr von der Konsum-Gesellschaft geben, wie wir sie kennen, da wir irgendwann nicht mehr die Ressourcen haben, um jedes Jahr ein neues I-Phone zu produzieren und auch die Schere zwischen Arm und Reich nicht ertragen, die immer mehr auseinandergeht.

Doch welche Folgen hätte dies für das Design?

Momentan wird derart produziert und publiziert, dass jedes Jahr ein neuer Trend ist, wenn nicht sogar jeden Monat und um als hipp und angesehen zu gelten, man diesem folgt.

Würde es nun eine Abkehr von diesem alles andere als für unseren Planeten nachhaltigem System geben, müsste sich zwangsläufig auch das Design so ändern, dass es den Produktionsmöglichkeiten entspricht. Sprich weniger Gütern, die länger gebraucht werden und damit ein entsprechendes Design erfordern.

Schaut man sich nun die Entwicklung der „Open Source-Initiative“ an und abstrahiert diesen Gedanken auf die Ökonomie, könnte man dank der autonomen Produktion eine Stufe der Wirtschaft erreichen, in der sich Menschen vom rein kapitalistisch bedingten Konsum hin zu einer höher-geistigen Form wenden: Zeitlos oder modern?

 






studio swine
Karl Russell / Konstantin Hinkel

 

Wir wollen uns mit dem Studio Swine auseinandersetzen.
Swine steht für S.uper W.ide I.nterdisciplinary N.ew E.xploration.

http://www.studioswine.com

 






Crowdfunding
Felix Seltmann

 

Crowdfunding ist eine neue Art der Finanzierung von Produkten, Projekten etc. – meist über Internet-Plattformen. Geldgeber sind dabei eine Vielzahl von Personen, die sich für eine Crowdfunding-Aktion interessieren. Der Unterstüzer erhält dabei Gegenleistung. Während der Aktion werden die Spender mit Beiträgen, Fotos oder Videos auf dem Laufenden gehalten, um so Feedback von ihnen zu erhalten, welches zu stetigen Verbesserungen führt. Wenn am Ende ein Finanzierungsziel erreicht wird, kann die Idee realisiert werden.

 






Open?
Sophie Döhler

 

Wie offen bist du?
Was bedeutet das Adjektiv „offen” im Design?
Ist es mit open data und open download getan?
Was kann und sollte Offenheit im Designprozess bedeuten?
Wie ist ein Designer offen?
Was und wie teilt er – und was kann Quelltext noch sein?

 






DIY – DO IT YOURSELF
MK

 

We find ourselves in the brief pocket of the history of mankind in which DIY is a choice, compared to thousands of years of a DIY-by-default past and thousands more of a DIY-by-default future, not to mention the vast majority of people on the globe at this very moment for which the term is redundant.

How about knitting your own car tonight, or modding your furniture in the microwave? IKEA, hardware shops, MakerBots, tools for Africa; DIY-weapons. Still a default or a trend towards engaged makers and skilled opportunists?

 

 






„Haben oder Sein” von Erich Fromm
in Bezug auf Open Source Design
Felix Fleischer

 

Der materielle wie auch der geistige Besitz spielen im Bezug auf Open Source / Open Design eine grundlegende Rolle. Erich Fromm spricht in seinen Buch über den Unterschied von Sein und Haben und unserem Verständnis beider „Sichtweisen”. Die Vorstellung des Kerngedanken scheint mir für unser Projekt elementar.

 






Crowdsourcing
Carolin Thieme

 

Wissen teilen -> voneinander lernen -> überprüfen
-> gemeinsame Ziele erreichen = Crowdsourcing 

Wenn Laien einen Experten ersetzen,
um produktorientiert zu planen.

Wie funktioniert Crowdsourcing?
Wann macht dieses Prinzip Sinn?
Wo hat es bereits funktioniert?
Kann man deshalb ganz auf Experten verzichten?