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Design Education Research

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Fazit

Fazit / Leonie Krieger

Zunächst begann das Semester mit vielen Aufgaben, hochgesteckten Ziele, die es in kürzester Zeit zu erreichen galt.

Den Beginn habe ich mit vielen neuen Erfahrungen über mich und mit großem Anreiz für das folgende Semester aufgenommen. Ich habe schnell lernen müssen und habe neue Fähigkeiten erworben. Im nächsten Schritt wurde die Kommunikation der Studierenden untereinander angeregt, was ich als sehr positiv betrachte. Zudem muss eine Selbstreflektion vorhergehen, bevor man sich mitteilen kann, dies schon so früh im Semester zu tun, gibt Klarheit.

Weiter ging es mit der Umsetzung der eigenen Idee. Ich habe schnell angefangen, mit meinem Projekt Tests durchzuführen und es gelang mir schnell, Probleme zu lösen. Dies war auch ein Punkt, den ich mir vor dem Semester gesetzt habe. Schnell entwickeln, um danach weiterentwickeln zu können.

Eine zwischenzeitliche Durchhängephase auf allen Ebenen, vom Projekt bis zu mir.

Leider hat mir die Kommunikation innerhalb des Projekts ab einem bestimmten Zeitpunkt gefehlt. Mit einem strengen Zeitplan habe ich bis zur Präsentation meine Objekte realisiert und verbessert.

 





Fazit / Lea Sonder

Der Wunsch, dem wir unserem Projekt gewidmet haben, ist einer, der eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung betrifft. Diese hat sich zeitgleich mit unserem Projekt mit Entwicklungen wie Pegida und Verschärfung von Gesetzen zum Asylaufnahmeverfahren verschlechtert.

Das zeigt, wie wichtig und aktuell unser Thema ist, trotzdem fühlt sich unser Projekt im Verhältnis dazu auch ein wenig an wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Wen können wir erreichen mit diesem Film? Können wir unsere Zuschauer zu irgendetwas motivieren?

Ich hoffe, wir können hier und da ein Fünkchen Inspiration oder Motivation versprühen und so dass eine oder andere Steinchen ins Rollen bringen. Gleichzeitig bleibt es mein Wunsch, aus der umfangreichen Recherche heraus nun gute Projektideen zu entwickeln! Zudem gibt es zum Austausch von Projektadressen und Ideen ja auch noch unseren Blog, in den ich auch ein wenig Hoffnung lege:

riaceproject.wordpress.com

Und abschließend ans Projekt: ich fand es toll und mutig von Lehrern wie Studenten, das Thema Design so weit zu öffnen. Trotz inhaltlicher Schwierigkeiten und riesiger Unterscheide in den Themen, oder gerade deshalb denke ich, dass wir alle viel gelernt und viel erreicht haben! Danke an alle!

 





Fazit / Sebastian Hennig

Vielleicht war das neue Feld noch nicht vermessen genug, das Ziel zu ungewiss und die Werkzeuge zur Bearbeitung nicht gut in der Hand oder die Worte »Macher« und »Visionär« einfach zu groß für ein Semesterprojekt … 

Vor allem aber glaube ich im Nachhinein, dass wir uns als Gruppe hätten besser organisieren können, um uns gemeinsam den Antworten auf diese Fragen zu nähern. Das haben wir versäumt und somit kam bei mir manchmal das Gefühl von »allein und orientierungslos« zustande. Da ich glaube, mit diesem Gefühl nicht allein gewesen zu sein, hätten wir Suchtrupps zum verlorenen Kompass bilden können.

Insgesamt war dieses Semester so erfahrungsreich, wie es nur hätte sein können, nur ist mein Projekt halt noch nicht am Ende. Dadurch entsteht das illusionäre Gefühl von »viel gemacht, hätte noch mehr passieren können!«

 





Fazit / Carolin Schulze

Bin ich meinem unerhörten Wunsch näher gekommen? Was habe ich aus diesem Projekt gelernt? Wie geht es nun weiter?

Meinem unerhörten Wunsch, den ich zu Beginn des Semesters noch gar nicht definieren konnte, sondern erst finden und formulieren lernen musste, bin ich auf jedenfall näher gekommen. Ich habe mich in ein Projekt eingeschrieben, ohne eine Richtlinie zu sehen …

Aber der Titel »Start Up / Start Now – Das MakerLab der unerhörten Wünsche« ist so ein spannender Titel und bietet für jeden mit viel Vorstellungsvermögen und Neugierde ein riesiges Spektrum an Möglichkeiten, sodass man – sodass ich mich nur in dieses Projekt einschreiben konnte, mit nur einer Vorstellung, irgendwie auf das vorangegangene Projekt »Falscher Hase/ Bugs´Bunny« aufzubauen – in welche Richtung, war nicht klar. Aber ich wollte die neu gewonnenen Kenntnisse ausbauen und weiter treiben, von der Oberfläche abtauchen in die Tiefe … Nach den ersten Tagen des begonnenen Semesters glaubte ich nicht daran, dass am Ende des Semesters etwas »zeigbares« dabei rauskommt … Mir schien das »Ausprobieren« von Filmschneiden und Texteschreiben ziellos. Vielleicht aus dem Missmut meiner Unfähigkeit, Ideen filmisch sichtbar zumachen, denn ich glaubte bis dahin, der Film sei das, was wir am Ende des Semesters »liefern« sollten… und das war überhaupt nicht mein Ding… Und ich fragte mich, warum soll ich einen Film machen?

Über was? Doch diesen Weg musste ich wie wir alle gehen, an irgendwas »Greifbarem« Halt zu finden … das war meiner Meinung nach die größte Herausforderung – eben weil das MakerLab – oder das Schlaraffenland, in dem wir uns befanden, alle Türen zu den schönsten Utopien eröffnete … Und genau so eine Gruppe mit so unterschiedlichsten Charakteren, Geschichten, Arbeitsweisen und Wünschen waren wir auch, was das ganze »Vorhaben« noch vielschichtiger und undurchsichtiger machte …

Bis die Dutch Design Week Ende Oktober 2014 kam und ich ein bisschen Abstand zum MakerLab gewann. In der Zeit als wir auch unsere Idee und unseren Fahrplan für das Semester festlegen sollten. Und mit dem ersten Ausstellungstag in Eindhoven war mir klar, was nun meine Mission war … Wissen wie der falsche Hase läuft …

Wie kann ich Entomophagie in Europa verbreiten, beziehungsweise, wie, mit welchen Mitteln und wo kann ich die Leute auf das Thema Insekten-Essen aufmerksam machen?

Durch den 3D-Druck – das war keine neue Erkenntnis, aber ich musste sie mir wieder ins Gedächtnis rufen, um mir im Klaren zu werden, was mein nächster Schritt, bzw. was mein Wunsch ist. Auf der DDW wurde deutlich, dass der Drucker in Aktion und das Verkosten der Snacks notwendig sind, um das Projekt erlebbar und erfahrbar zu machen. Deswegen hieß meine nächste Mission: make the rapid rabbit replicator …

Und wie geht’s nun weiter? – Der Replicator benötigt ein UPGRADE und Bugs´Bunny eine mobile MakerStation …

 





Fazit / Sascha Henken

Erst einmal Danke, für das Wagnis, so ein freies Projekt anzubieten. 

Ich denke, es ist von außerordentlicher Wichtigkeit, seinen wirklichen Wünschen nachzugehen, zu erkennen was wirkliche Wünsche sind und was »externe« Wünsche sind.

Die Fähigkeit, diesen eigenen Wünsche nachzugehen, auf sich zu hören, wird Kindern in der Schule nicht abverlangt.

Vielmehr wird gelehrt, was gelernt werden muss – nach striktem Plan – ob dabei Kreativität, Eigenverantwortlichkeit, selbstbewusstes Handeln und Entscheidungsfähigkeit gestärkt oder geschwächt wird, scheint keine so große Rolle zu spielen. Ich glaube, dass diese Fähigkeiten unabdingbar sind und man sie am ehesten lernt, wenn man vor die Freiheiten, die einen im besten Falle auch im Leben erwarten, gestellt wird. Das ist schwierig und herausfordernd und sicherlich ist nicht jeder damit glücklich. Für mich war es genau das Richtige – ich bewundere oft die Themenauswahl von ProfessorInnen an dieser Hochschule – und ich glaube, dass die Fähigkeit ein interessantes Thema zu finden, einzugrenzen, und zu einer interessanten Projektformulierung zu bringen, eine extrem wichtige Fähigkeit eines selbstständigen Gestalters ist.

Für die Zukunft wünsche ich mir mehr davon – auch wenn es sicherlich als Lehrender schwer ist, einen solch freien Prozess zu begleiten. Aber gerade diese Aufgabe ist doch eine Spannende – wie arbeitet man zusammen, obgleich man nicht am gleichen Thema arbeitet, wie schafft man eine hierarchielose Kommunikationsstruktur, die durch Vertrauen gestärkt ist, in der vielleicht mehr zusammengearbeitet wird, als kritisiert? Wie schafft man es sich nicht in einem riesigen Thema zu verlieren? Wie verliert man nicht aus den Augen, was es zu lernen gibt?

Gibt es da Tools, Tipps und Spielregeln, die helfen? Ich glaube, diese Fragen habt ihr behandelt, und Ansätze dafür waren da und auch sehr vielversprechend, können aber noch erweitert und ausgebaut werden.

Gerade die Tools der Maker Kultur, des selbsständigen Gestalters, Veränderers, Aktivisten … sind es, die mich mehr interessieren würden.

Danke für die Offenheit und die spannenden und vorallem relevanten Themen.

 





Fazit / Martin Schapp

Was ist mein Ziel?

Das Ziel ist, dass so viele Menschen wie möglich mitbekommen, was ich so mache.

Was habe ich davon?

Je mehr Leute sich freuen, desto größer ist auch mein Spaß. Das ist wie ein Perpetuum mobile. Sie freuen sich mehr, ich freue mich noch mehr. Ich finde, es gibt nichts befriedigenderes als es hinzubekommen, dass alle einen unterhaltsamen Abend haben oder eine unterhaltsame Woche oder nur eine unterhaltsame Minute und dreißg Sekunden.

Die improJAM ist dafür eine perfekte Plattform und ich bin sehr froh, dass im Rahmen des Projektes diese Kooperation enstanden ist. Die Jam wird weiterhin regelmäßig stattfinden und soll zu einer festen Größe im Burgkosmos werden. Ich werde weiterhin Filme drehen und schneiden. Lange und kurze, banale und ganz pathetische, sinnlose und sinnvolle. Ich werde mich weiterhin bemühen, performative Grenzen auszuloten und neue Wege der Unterhaltung zu finden. Egal in welchem Medium. Das ist mein Ziel. Das Projekt, egal welches, dient dabei für mich als Vehikel.

 





Fazit / Linn Pulsack

Ich habe mich im Rahmen des Projekts auch nach anfänglichen Zweifeln dafür entschieden, einem sehr persönlichen, unerfüllten Wunsch nachzugehen. Ich hatte schon vor Projektbeginn den Wunsch nach einem Atelier, in dem sich eine Hand voll Leute in jeglicher Hinsicht kreativ austoben können.

Eine Mischung aus Studio, Atelier, Café und Tanzsaal. Um eine »projektreife« Idee daraus zu machen, habe ich mich ausgiebig damit beschäftigt, zu hinterfragen, wie dieser Wunsch zustande kam und welches Potential ich darin sehe. Diese Auseinandersetzung hat mich nicht nur im Rahmen des Projekts, sondern auch persönlich vorangebracht und ich habe festgestellt, dass sich manche Fragen umso schneller beantworten, je eher man zu handeln beginnt und man statt nach weiteren Fragen, nach Lösungen sucht. Ich war und bin mir allerdings dennoch bewusst, welches Risiko es birgt, zu versuchen seine Hobbys mit seinem Beruf zu verbinden – schließlich muss man die Variable »Freizeit« neu berechnen und einen Weg finden, sich einen gewissen Abstand zwischen beidem zu behalten.

Zusammenfassend kann ich aber sagen, dass ich so deutlich schneller voran gekommen bin und jede Menge dazugelernt habe. Ganz besonders, wie man sich selbt und als Team organisiert, wie man Technik und Räume der Hochschule nutzen kann, was man beachten muss, wenn man nach Projektförderern und Partnern sucht, wie man theoretische und praktische Arbeitsprozesse dokumentiert und weiterverarbeiten kann, wie man sich von Vorbildern inspirieren lassen kann ohne sie nachzuahmen und wie man sich und andere motiviert. Alles in Allem bin ich zufrieden mit den Schritten die ich gegangen bin und sammle bereits weitere Ideen für die kommende »impro Jam« und weitere Veranstaltungen oder Workshops in dieser Form.

Das positive Feedback der Gäste hat Martin und mich positiv gestimmt und uns jede Menge frischen Wind in den Segeln beschert!

 





Fazit / Karin Weber

Start Up /Start Now, ein Thema das scheinbar unglaublich frei ist und viele mögliche Richtungen offen lässt.

Das Thema der unerhörten Wünsche liess Hirngespinnste und schwammigen Vorstellungen in mir entstehen, zu meist kleine für mich spannende Alltagssituationen, die mich aufhielten und an denen ich arbeiten wollte. Schnell jedoch entstanden Zweifel, da es nicht meinem eigenen Anspruch genügte. Es lag anfangs nicht in meinem Interesse ein Start-Up zu entwerfen. Ich hielt mich darum zu lang an den eigentlichen Entwürfen und Projekten auf, war dabei aber sehr unsicher und stellte alles nach kurzer Zeit in Frage, anstatt einfach loszulegen. So dass ich nach dem Projekt viel über meine fehlerhafte Arbeitsweise gelernt habe und im letzten Teil erkannt habe, was ich eigentlich hätte daraus machen können. Ich war die gesamte Zeit erstaunt über die Gruppe und deren Dynamik. Viele hatten konkrete Ziele, die sie schnell formulierten und begannen umzusetzten. Dabei ist mir letztlich aufgefallen, dass es eventuell gut gewesen wär, wenn man eine Projekt-Idee anfangs konkretisiert hätte, um sie dann als ein Start-Up aufzublasen.

Der Ideenfindungsworkshop war sehr gut, aufgrund der angewandten Methoden, doch war die Zeit vielleicht zu kurz bzw. hätte man es ähnlich gut wiederholen können, ähnlich einem Meeting in einem Co-working-Space. Im nachhinein hätte ich es toll gefunden, wenn in dem Raum ein Co-Working-Space entstanden wäre und jeder für, aber trotzdem alle zusammen, ein Start-Up hätten kreieren können. Aber wohl war das nicht das Ziel des Projekts.

Letztlich war ich überrascht von meiner Überforderung mit der Freiheit, die uns gegeben wurde. Das Ziel, was man sich selber setzen musste und das zu suchende Thema. Aber durch Fehler lernt man und auch wenn es für mich ein zufriedenstellendes Semester war, habe ich doch viele Erfahrungen sammeln können.