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Literatur

Literatur Übersicht

 

1 – Designtheorie

2 – Designmethoden

3 – Gesellschaftliche Transformation & Sozialer Wandel

4 – Manifeste & Handbücher

5 – Visualisierungen

6 – Personen & Ausstellungen

7 – Arrondierungen

 





Designtheorie

 

 

Anthony Dunne, Fiona Ruby (2013):
Speculative Everything – Design, Fiction and Social Dreaming. MIT Press

Today designers often focus on making technology easy to use, sexy, and consumable. In Speculative Everything, Anthony Dunne and Fiona Raby propose a kind of design that is used as a tool to create not only things but ideas. For them, design is a means of speculating about how things could be—to imagine possible futures. This is not the usual sort of predicting or forecasting, spotting trends and extrapolating; these kinds of predictions have been proven wrong, again and again. Instead, Dunne and Raby pose „what if“ questions that are intended to open debate and discussion about the kind of future people want (and do not want).

Speculative Everything offers a tour through an emerging cultural landscape of design ideas, ideals, and approaches. Dunne and Raby cite examples from their own design and teaching and from other projects from fine art, design, architecture, cinema, and photography. They also draw on futurology, political theory, the philosophy of technology, and literary fiction. They show us, for example, ideas for a solar kitchen restaurant; a flypaper robotic clock; a menstruation machine; a cloud-seeding truck; a phantom-limb sensation recorder; and devices for food foraging that use the tools of synthetic biology. Dunne and Raby contend that if we speculate more—about everything—reality will become more malleable. The ideas freed by speculative design increase the odds of achieving desirable futures.

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Signatur: RC 1 Dun

 

 

 

Marius Förster, Saskia Herbert (2018):
un:certain futures – Rollen des Designs in gesellschaftlichen Transformationsprozessen. transcript

Welche Rolle spielt Design in gesellschaftlichen Transformationsprozessen? Können Zukünfte und soziale Wirklichkeiten nachhaltig gestaltet werden – oder handelt es sich bei den Wirkungen gestalterischer Eingriffe um mehr oder weniger zufällige Reaktionen eigensinnig evolvierender sozialer Systeme auf gut gemeinte Interventionen? Wie wäre das »Bessere« zu definieren, besonders im Kontext von Nachhaltigkeit und der Debatte um eine notwendige »Große Transformation«?

Im Aufspannen eines komplexen Netzes von Beiträgen aus Theorie und Praxis wird Design in diesem Band außerhalb disziplinärer Engmaschigkeit gedacht und nimmt soziale, ökologische, politische und ökonomische Herausforderungen ernst.

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Sign.: RC 1 Cer

 

 

 

 

Elisabeth Hartung (2018):
Neue Allianzen – für die Gestaltung der Zukunft. av Edition.

Angesichts der rasanten technischen Entwicklungen, der immensen gesellschaftlichen Herausforderungen und der prekären Situation unserer Natur sind neue Perspektiven und neue Allianzen unterschiedlichster Menschen und Organisationen gefragt. Doch wie werden aus Einzelkämpfern und Spezialisten Partner auf Augenhöhe und Teamplayer? Was können Ziele sein, für die wir gemeinsam eintreten? In diesem Buch geben rund 40 international tätige Gestalter und Kollektive aus Design, Politik, Kunst, Wirtschaft, Philosophie, Wissenschaft, Psychologie und Stadtplanung in exklusiven Interviews Antworten.

Sign.: RC 1 Neu

 

 

 

Wolfgang Jonas, Sarah Zerwas, Kristof von Anshelm (2015):
Transformation Design – perspectives on a New Design Attitude. Birkhäuser.

Der englischsprachige Band versammelt dazu eine Reihe sehr unterschiedlicher Aufsätze zu einem breiten Fächer von Themen- und Problembereichen. So schreibt Kristof von Anselm darüber, dass Design – verstanden im Sinne von Erschaffen und Gestalten – mit den Träumen von Menschen beginnt und stellt ein Theaterprojekt vor, das 2014 in Braunschweig als Kooperationsprojekt der HBK und des LOT-Theaters stattfand.

Hier geht es um Design als Mittel für eine soziale Transformation. Michael Erlhoff bezeichnet den Begriff „Transformation Design“ als Tautologie, da jedes Design, jede Veränderung auch eine Art Transformation darstellt. Um das näher zu beschreiben, erläutert Erlhoff ein Konzept von Transformation Design als Veränderung in kleinen Schritten im Alltag und auch im täglichen Verhalten wie im Umgang miteinander.

Dagegen fragen Gesche Joost und Andreas Unteidig danach, wie gesellschaftliche Prozesse unser Verständnis von Design beeinflussen und versuchen daraus, Grundsätze für künftige Designprozesse herzuleiten. Schließlich kommt auch Stephan Rammler, Wolfgang Jonas’ Vorgänger als Institutschef und Vordenker einer „Mobilitätstransformation“ zu Wort. Er blickt fiktiv aus dem Jahr 2050 auf die heutige Mobilität zurück. Dabei scheut er auch nicht vor dystopischen, fast apokalyptischen Szenarien zurück (Change by Desaster statt Change by Design).

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Cornelia Lund, Holger Lund (2014):
Design der Zukunft. av Edition.

Welche Rolle spielt Design in der sich wandelnden Gesellschaft? An den Designhochschulen werden die Weichen gestellt für das Fach Designtheorie, das in der Ausbildung inzwischen eine wichtige Rolle spielt. In dieser wegweisenden Publikation kommen Aspekte wie Do-it-yourself-Design, Postdigitalität, Design Thinking, Social Design, Utopia Design und viele mehr zur Sprache. Auf vielfältige Weise werden hier zukünftige gesellschaftliche Szenarien beleuchtet, wobei die Kernfrage lautet: Wie werden sich Gesellschaften entwickeln und welche Rolle wird Design darin spielen?

Sign.: RC 1 Lun

 

 

 

Matt Malpass( 2017):
Critical Design in Context – History, Theory, and Practice. Bloomsbury Publishing.

Critical Design is becoming an increasingly influential discipline, affecting policy and practice in a range of fields. Matt Malpass’s book is the first to introduce critical design as a field, providing a history of the discipline, outlining its key influences, theories and approaches, and explaining how critical design can work in practice through a range of contemporary examples. Critical Design moves away from traditional approaches that limit design’s role to the production of profitable objects, focusing instead on a practice that is interrogative, discursive and experimental. Using a wide range of examples from contemporary practice, and drawing on interviews with key practitioners, Matt Malpass provides an introduction to critical design practice and a manifesto for how a radical and unorthodox practice might provide design answers in an age of austerity and ecological crisis.

Sign.: RC 1 Mal

 

 

 

Claudia Mareis, Gesche Joost (2013):
Wer gestaltet die Gestaltung? Praxis, Theorie und Geschichte des partizipatorischen Designs. transcript.

Das Interesse an einer gleichberechtigten Teilhabe im Design hat von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart zu einer Reihe produktiver Gestaltungspraktiken und Theorien geführt. Heute stellt sich jedoch die Frage, ob das Leitbild der partizipatorischen Gestaltung nicht auf einem idealisierenden Verständnis von Demokratie und sozialer Beteiligung gründet.

Das Buch unternimmt eine kritische Bestandsaufnahme der partizipatorischen Gestaltung, ihrer Entwicklung und der gegenwärtigen Theoriebildung. Die Beiträge prüfen den Stellenwert von Partizipation in der praxisbasierten Designforschung und fragen kurzum: Wer gestaltet die Gestaltung?

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Niclas Nova (2014):
Beyond Design Ethnography. SHS Publishing.

What do designers mean when they say they’re going to do “ethnography” and “field research”? What are the relationships between observing people and designing products or services? Is there such a thing as a “designer- ly” way of knowing people? This book is a report from a research project conducted at HEAD – Genève that addressed the role of people-knowing in interaction/media design. It describes the wide breadth of approaches used by designers to frame their work, get inspiration or speculate about plausible futures. This book presents practitioners’ tactics and illustrates them with several cases. Unlike many resources on user-centered design, it takes a broader approach to design by considering cases in which design is not only a problem-solving activity, but a tool to speculate about the near future, reformulate problems or propose a critical discourse on society. In doing so, this book helps designers, students and consultants to challenge their own perceptions and update their approaches.

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Designmethoden

 

 

Andrea Baier, Tom Hansing (2016):
Die Welt reparieren. transcript

Weltweit entstehen immer mehr Initiativen des Selbermachens, in denen eine Vielfalt von Anliegen und Problemen kollektiv bearbeitet werden. In diesen – jenseits von Markt und Staat angesiedelten – kollaborativen Zusammenhängen wird ein basisdemokratisch orientiertes Verständnis von Zusammenleben und Urbanität erprobt und zugleich nach ökologisch und sozial sinnvollen Lösungen für grundlegende Formen der Versorgung mit Nahrungsmitteln, Energie sowie für alle zugängliche Technik gesucht. Dabei entstehen faszinierende neue Formen des gemeinsamen Produzierens, Reparierens und Tauschens von Dingen, die die industrielle Logik des 20. Jahrhunderts herausfordern und sogar auf den Kopf stellen.

Das Buch widmet sich der visionären Kraft dieser vielversprechenden innovativen Praxis und bietet zugleich eine gesellschaftliche Einordnung der neuen »Labore« gesellschaftlicher Transformation.

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Sign.: RH 7 Wel

 

 

 

Ruedi Baur, Vera Baur (2017):
Our World to Change! Lars Müller Publishers.

Den desperaten Zustand unserer Welt anhand von Bildern zu erklären ist das kühne Ziel dieses Buches. Um dieses Ziel zu erreichen haben sich Ruedi und Vera Baur mit der globalisierungskritischen Organisation Attac zusammengeschlossen, die ihnen umfangreiche Daten zur Verfügung stellt. Formal ist die Publikation eine Hommage an den Soziologen Otto Neurath und den Grafikdesigner Gerd Arntz, die in den 1920er-Jahren das bildpädagogische System Isotype schufen. Ruedi und Vera Baur haben ein Figurensystem wiederverwendet, das ursprünglich für die Manifesta 11, die Europäische Biennale für zeitgenössische Kunst in Zürich, entwickelt wurde.

‚Our World to Change!‘ gibt sich nicht damit zufrieden, Zahlen und Statistiken aus den Bereichen Ökonomie, Finanzen, Ökologie, Ernährung oder Immigration verständlich zu machen, sondern präsentiert Vorschläge und Alternativen von Experten und von Attac. Die visuelle Entschlüsselung der Mechanismen und Fehlfunktionen unseres Weltsystems hilft aufzuzeigen, dass eine Alternative möglich und nötig ist.

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Silke Helfrich, David Bollier (2015):
Welt der commons. transcript.

Commons – die Welt gehört uns allen! Die nicht enden wollende globale Finanzkrise zeigt: Markt und Staat haben versagt. Deshalb verwundert es nicht, dass die Commons, die Idee der gemeinschaftlichen Organisation und Nutzung von Gemeingütern und Ressourcen, starken Zuspruch erfahren – nicht erst seit dem Wirtschaftsnobelpreis für Elinor Ostrom. Commons sind wichtiger denn je. Sie beruhen nicht auf der Idee der Knappheit, sondern schöpfen aus der Fülle.

Dieser Band mit Beiträgen von 90 internationalen Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft stellt ein modernes Konzept der Commons vor, das klassische Grundannahmen der Wirtschafts- und Gütertheorie radikal in Frage stellt und eine andere Kultur des Miteinanders skizziert.

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Don Koberg, Jim Bagnall (1976):
Der Universal Reiseführer – Ein zuverlässiger Begleiter für alle, die Probleme lösen und Ziele erreichen wollen. Bauwelt Publikation.

der universal reiseführer von don koberg & jim bagnall ist meines erachtens der gelungenste, frechste beitrag zur entwurfs-methodik, in seiner breite, seiner frische und assoziativ-suggestiven art: durch solch ein öffnendes buch, solch einen trip lass ich mir entwerfen sehr gefallen. und du kannst einsteigen wo du willst, du wirst immer verführt alles grösser und weiter und postiver zu sehen. (aus Nick Roerichts Buchkommentaren für Lisa …)

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Nikola Langreiter, Klara Löffler (2017):
Selber Machen – Diskurse und Praktiken des Do it yourself. transcript.

Do it! Yourself? – Selbermachen ist eine Praxis mit wechselnden Konjunkturen und Slogans. Dieser Band zielt auf die kritische Revision des Phänomens und liegt damit quer zu (markt-)gängigen Texten, die sich vielfach im Lob und in Anleitungen erschöpfen.

Die Autor_innen befassen sich empirisch fundiert mit dem Wechselspiel zwischen Diskursen und Praktiken des Selbermachens. Zentral ist dabei die Kontextualisierung mikrologischer Befunde mit makrostrukturellen Dimensionen dieses Handelns unterschiedlichster Akteur_innen – die Beispiele reichen vom 3D-Druck im palästinensischen Flüchtlingscamp über urbane Imkerei in Deutschland bis hin zum digitalen Selbstversuch.

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Claudia Mareis (2011):
Design als Wissenskultur – Interferenzen zwischen Design- und Wissensdiskursen seit 1960. transcript.

Design gilt zunehmend als autonome Wissenskultur. Diese Sichtweise folgt einerseits epistemologischen Prämissen, andererseits befördert sie strategische Interessen hinsichtlich der disziplinären Autonomie des Feldes. Dabei werden die demarkierten Grenzen zwischen Design, Kunst und Wissenschaft in Frage gestellt und unter dem Leitmotiv eines Design Turns neu ausgehandelt.

Claudia Mareis zeichnet Interferenzen zwischen Design- und Wissensdiskursen seit dem »Design Methods Movement« in den 1960er Jahren nach und trägt damit zur Erforschung historischer Einflüsse bei, welche die aktuellen Wissensdebatten in Designtheorie und -forschung prägen.

Sign.: RC 0 Mar

 

 

 

Florian Pfeffer (2014):
To do: die neue Rolle der Gestaltung in einer veränderten Welt – Strategien, Werkzeuge, Geschäftsmodelle. Verlag Hermann Schmidt.

Gestalter fordern heute bestehende Strukturen heraus, sie suchen neue Antworten und überschreiten die Grenzen der Disziplin. Mit oder ohne Auftrag »adoptieren« sie Themen, die relevant sind und geben dem Design damit gesellschaftlich eine neue Bedeutung. Florian Pfeffer präsentiert und analysiert 99 richtungweisende Beispiele dieses neuen Designverständnisses. Er destilliert daraus Meta-Themen. Und gibt Ihnen einen Kompass an die Hand, mit dessen Hilfe Sie neues Terrain erschließen und Ihre Rolle als Designer vielleicht neu definieren werden! »If the future is a perspective we should start designing it now.« Adrian Frutiger

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Christoph Rodatz, Pierre Smolarski (2018):
Was ist public interest design – Beiträge zur Gestaltung öffentlicher Interessen. transcript

Das Designfeld ist im Umbruch. Sowohl die Theorie als auch die Praxis suchen ›neue‹ Betätigungsfelder und streben nach einem anderen Selbstverständnis. Man will politisches Design machen, will als Akteur gesellschaftlicher Veränderungen wahrgenommen werden, zuweilen wohl gar die neue Leitdisziplin des urbanen Wandels werden. Unter einem erweiterten Designbegriff stellt sich daher die Frage: Was heißt es, im Sinne eines öffentlichen Interesses zu gestalten? Und vielleicht noch mehr: Was heißt es, das öffentliche Interesse selbst zu gestalten?

Die Beiträge des Bandes gehen dieser Frage nach und zeigen: Ein solcher Anspruch ist eine Anmaßung – ob es eine wohltuende Anmaßung ist, hängt in erster Linie von der kritischen Hinterfragung der Grundidee ab.

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Sign.: RC 1 Was

 





Gesellschaftliche Transformation & Sozialer Wandel

 

 

Claudia Banz (2016):
Social Design – Gestalten für die Transformation der Gesellschaft. transcript.

Kann man Gesellschaft durch Gestaltung transformieren? Welche Möglichkeiten besitzen die Designer und welche Verantwortung tragen sie? Wie verändert sich das Verständnis von Designinhalten und -aufgaben und wie sieht das Berufsbild des Social Designers aus? – Diesen und anderen Fragen geht der Band nach. Die Beiträge bieten aus transdisziplinärer Perspektive erstmals einen komplexen Einblick in die Historie und in die Praxis des Social Designs, untersuchen seine soziokulturelle Relevanz und gehen seinem transformativen Potenzial nach.

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Sign.: RC 1 Soc

 

 

 

Jens Beckert (2018):
Imaginierte Zukunft – Fiktionale Erwartungen und die Dynamik des Kapitalismus. Suhrkamp Verlag.

Im kapitalistischen Wirtschaftssystem richten Konsumenten, Investoren und Unternehmerinnen ihr Handeln auf die Zukunft aus. Diese birgt Chancen und Risiken, ist aber vor allem eines: ungewiss. Wie gehen die Akteure mit dieser Ungewissheit um? Ökonomen beantworten diese Frage mit verschiedenen Theorien, die auf die Berechenbarkeit des Marktes setzen. Dadurch wird die Nichtvorhersagbarkeit der Zukunft unterschätzt.

Jens Beckert nimmt die temporale Ordnung des modernen Wirtschaftslebens ernst und entwickelt einen neuen Blick auf die Dynamik des Kapitalismus. Im Mittelpunkt seiner Untersuchung stehen die fiktionalen Erwartungen der Akteure – Imaginationen und Narrative darüber, was die Zukunft bringt. Mit den Instrumenten der Soziologie und der Literaturtheorie liefert er eine umfassende Typologie dieser Erwartungen, untersucht ihre Funktionsweisen in Bereichen wie Geld, Innovation und Konsum und zeigt vor allem, wie mächtig sie sind.

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Museum für Gestaltung Zürich (2018):
Social design – Partizipation und Empowerment. Lars Müller Publishers.

Social Design ist Gestaltung für die Gesellschaft und mit der Gesellschaft. Als soziale Innovation und auf der Basis von Dialog und Partizipation setzt Social Design auf eine neue Vernetzung von Individuum, Zivilgesellschaft, Staat und Wirtschaft. Social Design reagiert damit auf eine global agierende Wachstumsökonomie und deren Folgen für Menschen und Umwelt: Produktionsmittel und Ressourcen werden knapper, eine Neugestaltung von sozialen Systemen, Lebens- und Arbeitsumgebungen steht zur Diskussion.0Seit jeher nehmen Architekten und Designer eine fundamentale Rolle bei der Gestaltung dieser sozialen Kultur ein.

Social Design? stellt eine längst überfällige Bestandsaufnahme der aktuellen internationalen Positionen von interdisziplinärer Breite dar, die von neuen Infrastrukturen bis zur Rückeroberung von Städten durch ihre Bewohner reicht. Die rund 27 Projekte aus den Bereichen urbaner Raum und Landschaft, Wohnen, Bildung und Arbeit, Produktion, Migration, Netzwerke und Umwelt werden von drei Forschungsbeiträgen gerahmt, die ausgehend von den historischen Wurzeln und Grundlagen des Social Designs einen Blick auf den gegenwärtigen, theoretischen Diskurs und seine zukünftigen Tendenzen werfen.

Sign.: RC 1 Soc

 

 

 

Uwe Schneidewind (2018):
Die große Transformation – eine Einführung in die Kunst gesellschaftlichen Wandels. Fischer Taschenbuch.

Seit 30 Jahren diskutieren wir die Wende zu einer nachhaltigen Entwicklung: als Energiewende, als Ernährungswende, als Mobilitätswende. Dahinter steht die Idee einer »großen Transformation«. Damit ist der umfassende Umbau von Technik, Ökonomie und Gesellschaft gemeint, um mit den sozialen und ökologischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts umzugehen. Die Blaupausen für die Wende liegen vor. Aber es tut sich wenig. Uwe Schneidewind zeigt mit den Erfahrungen des Wuppertal Institutes auf, wie die Kunst einer Zukunftsgestaltung aussieht, die Zukunftsvisionen mit einem aufgeklärten Innovations- und Transformationsverständnis verbindet.

Sign.: CA 1 Sch

 

 

 

Bernd Sommer, Harald Welzer (2014):
Transformationsdesign – Wege in eine zukunftsfähige Moderne. Oekom Verlag.

Wann immer es um Zukunftsentwürfe geht, kommt man an Harald Welzer nicht vorbei: Für das Gottlieb Duttweiler Institute gehört er zu den 100 wichtigsten Vordenkern der Welt, die Presse feiert sein letztes Buch »Selbst denken« als das wichtigste im vergangenen Jahr, seit 2012 leitet er das Center für Transformationsdesign an der Universität Flensburg.

Zusammen mit Bernd Sommer legt er nun eine schonungslose Kritik der Wachstumsgesellschaft vor und fordert ein radikales Redesign unserer Zukunftsbilder. »Was wir brauchen, ist ein komplett anderes Leben, nicht das Auswechseln altmodisch gewordener Technologien gegen andere«, so die Autoren. »Wiederverwenden, umnutzen, mitnutzen« muss das Credo einer neuen, reduktiven Moderne lauten.

Doch wie lässt sich eine Kultur des Weniger gestalten? Was können wir aus den großen Transformationen der Vergangenheit lernen? Liegt die Lösung in einer »Archäologie des guten Lebens«, in einer Wiederentdeckung alter Sozialformen wie Achtsamkeit und Fürsorge? Das Buch liefert eine spannende Vision unserer Zukunft – sie wäre genügsamer, aber auch stabiler, und sie wäre ein Gewinn an Lebensqualität durch Befreiung von Überfluss.

Handapparat Englich Büro

 





Manifeste & Handbücher

 

 

Shumon Basar, Douglas Coupland, Hans Ulrich Obrist (2015):
Erschütterung der Welt – Leitfaden für die extreme Gegenwart. EichbornVerlag.

Die Zukunft kommt viel schneller auf uns zu, als wir dachten. Das Internet verändert nicht nur unser Gehirn, sondern unseren ganzen Planeten. Wer bin ich, wenn das Leben sich nicht mehr wie die eigene Geschichte anfühlt? Wenn man nur noch Informationen generiert und verarbeitet? Wenn Liebe, Glaube, Politik, Arbeit nicht mehr dasselbe sind wie zuvor. Ist das gut oder schlecht? Und was wird aus uns und unserer Welt werden?

Kultautor Douglas Coupland, Hans Ulrich Obrist und Shumon Basar verorten auf spielerische Weise das Leben nach der digitalen Revolution. Pointierte Statements folgen auf überraschende Gedanken folgen auf neue Ideen folgen auf innovative Wortschöpfungen. Wer die Gegenwart und sich selbst verstehen will, der braucht dieses Buch.

Sign.: FH 1 Bas

 

 

 

Niels Boeing (2011):
Alles auf Null – Gebrauchsanweisung für die Wirklichkeit. Edition Nautilus.

Eine Inventur tut not: Niels Boeing nimmt sie in 99 Behauptungen auf 99 Seiten vor. Vom Leben in der Stadt als kritischer Flaneur oder als Beobachter am Schreibtisch, über Versuche, das Leben – und die Stadt – besser zu machen, von Kunstprojekten und Happenings, von Politik und Liebe berichtet er. Es ist an der Zeit, sich selbst als Bürger, als Konsument, als Mensch in die Waagschale zu werfen. Jede Überlegung spitzt sich in einem Slogan zu.

„Profit sucks.“ „Der Ausnahmezustand ist bereits eingetreten.“ „Die wichtigste Technologie ist Zuhören.“ „Opposition ist nicht genug.“ „Zivilisation ist eine Kettenreaktion.“ „Desertiert haufenweise.“ – So wird durchgespielt, wo und wofür eine kritische, intellektuelle Generation heute, nach ’68, nach ’89, steht. Alles auf Null legt die Spielräume und Kampfzonen frei, die auf dem Weg aus dem Kapitalismus zu durchqueren sind.

„Niels Boeing hat die Warterei schon lange satt. Sie entspricht nicht seinem Temperament. In diesem Buch fragt er nach Möglichkeiten. Nach der massenhaften Produktion von Unterscheidung und Möglichkeiten. Vielleicht halten Sie das für eine geringe Ambition. Doch es ist mehr, als wir von den meisten aktuellen Texten erwarten können.“ Oliver Fahrni (Nachwort)

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Friedrich von Borries (2016): 
Weltentwerfen. Suhrkamp Verlag.

Früher entwarfen Designer Gegenstände. Heute wird praktisch alles designt: das Klima, Prozesse, Flüchtlingslager. Wenn jedoch alles designt wird, ist es höchste Zeit, Design nicht länger allein nach ästhetischen Gesichtspunkten zu bewerten. Wir brauchen, so Friedrich von Borries, eine politische Designtheorie. Der Mensch ist gezwungen, die Bedingungen, unter denen er lebt, zu gestalten. Geschieht dies so, dass Handlungsoptionen reduziert werden, haben wir es mit Unterwerfung zu tun.

In seinem Manifest plädiert von Borries für ein entwerfendes Design (des Überlebens, der Gesellschaft, des Selbst), das sich der totalitären Logik der Versicherheitlichung entzieht und gegen die Ideologie der Alternativlosigkeit neue Formen des Zusammenlebens imaginiert.

Sign.: RC 1 Bor

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Friedrich von Borries, Jesko Fezer (2013):
Weil Design die Welt verändert … Texte zur Gestaltung. Gestalten Verlag.

Design ist ein fester Bestandteil der modernen Welt. Lebens- und Kommunikationsmittel, Räume, Möbel, Kleider… Obwohl so ziemlich alles, was uns im Alltagsleben begegnet, gestaltet ist, sind theoretische Auseinandersetzungen mit dem Thema Gestaltung im deutschsprachigen Raum rar. Dabei gewinnt die Thematik nicht nur an Präsenz, sondern auch an Bedeutung, Verantwortung und Komplexität. Während Design einst vor allem funktionieren musste, soll es heute zusätzlich noch inspirieren, definieren, vermitteln, differenzieren und verbessern.

Weil Design die Welt verändert … trägt mit einer anregenden Sammlung von interdisziplinären Projekt- und Textbeiträgen dazu bei, den gestaltungsspezifischen Diskurs im deutschen Sprachraum zugänglich und verständlich zu machen. Die von den Herausgebern Friedrich von Borries und Jeszko Fezer ausgewählten Beiträge stammen von Designern wie Enzo Mari, Roberto Feo und Peter Raacke, zeitgenössischen Künstlern wie Anselm Reyle und Ion Sorvin. Ergänzend werden die historischen Positionen eines Joseph Beuys, Max Bill und Dieter Rams im Kontext der aktuellen Debatten neu reflektiert und so entsteht eine kurzweilige und gehaltvolle Positionsbestimung.

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Friedrich von Borries (2010):
Klimakapseln – Überlebensbedingungen in der Katastrophe. edition suhrkamp.

Noch ignorieren wir die globale Erwärmung in der Hoffnung, den Ingenieuren werde schon etwas einfallen, wenn der Problemdruck groß genug ist. Friedrich von Borries stellt eine realistischere Frage: Wie werden wir uns anpassen, wenn der Klimawandel Realität geworden ist?

Er entwirft ein Szenario, in dem die Reichen in abgeriegelten Kapseln leben, während die Armen auf schwimmende Inseln warten. In fiktionalen Porträts stellt er die Protagonisten der Kapselwelt vor, den Architekten, den Flüchtling, den Sonnenlenker u. a. Ein Glossar gibt zudem einen Überblick über Projekte, in deren Rahmen sich Künstler, Regisseure und Architekten in den letzten Jahrzehnten mit dem Thema Klima befaßt haben.

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Richard Buckminster Fuller (2008):
Bedienungsanleitung für das Raumschiff Erde und andere Schriften. Fundus Verlag.

Buckminster Fullers „Bedienungsanleitung für das Raumschiff Erde“ ist die Theorie der Sharing Economy. Also der wirklichen Sharing Economy. Die Menschheit war noch nie so reich wie jetzt. Die Zukunft aber wird noch besser. Das Universum ist ein widerspruchsfreies System, und dessen fundamentale Prinzipien sind dem menschlichen Verstand zugänglich. Die Erde ist ein Raumschiff, das von der Sonne gespeist wird. Auf diesem Raumschiff gibt es alles, was wir brauchen. Sobald wir nur verstehen, wie es funktioniert, werden alle Passagiere satt und glücklich sein und einander immer das Beste wollen. Alles wird immer besser werden.

„Wir sind von einer unsichtbaren Flutwelle ergriffen, die die Menschheit – falls sie überlebt – beim Zurückfluten auf einer Insel universalen Erfolgs zurücklassen wird, ohne dass wir verstehen, wie all das geschah.“ Jetzt müssen wir nur klar genug denken, damit wir dieses Raumschiff bedienen lernen. Bisher gab es nämlich für die Erde keine Gebrauchsanweisung. Hier ist sie.

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Harald Gründl (2013):
Werkzeuge für die Design-Revolution – Designwissen für die Zukunft. Niggli Verlag.

Mit Hammer, Schraubenzieher und Küchenwaage die klimaschädlichen Treibhausgase einer Espressomaschine ermitteln? – Zwischen aktivistischen Forderungen und subtilem Humor changierend, zeigt Werkzeuge für die Designrevolution auf, welche Rolle Design beim Formulieren einer zukunftsfähigen, auf globaler Solidarität aufbauenden Gesellschaft spielen kann.

In der Zusammenschau von weltmassstäblichen Zuständen, den Auswirkungen von scheinbar unbedeutenden alltäglichen Gegenständen auf die Umwelt sowie alternativen Handlungskonzepten werden Aktions- und Denkräume für einen Wandel eröffnet. Die vorgestellten Werkzeuge sind die Grundausstattung für reflektierte Lebensentwürfe sowie eine informierte Gestaltung, Entwicklung aber auch Konsumation von Design, die von tradierten fachspezifischen Vorstellungen Abstand nehmen.

Das Designwissen für die Zukunft entsteht im Lernen voneinander, durch experimentelle Strategien und Denkmodelle in Verbindung mit wissenschaftlich begründeten Methoden.

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Bruno Latour (2018):
Das terrestrische Manifest. Suhrkamp.

Eine Serie politischer Unwetter hat die Welt durcheinandergebracht. Die Instrumente, mit denen wir uns früher orientierten, funktionieren nicht mehr. Verstanden wir Politik lange als einen Zeitstrahl, der von einer lokalen Vergangenheit in eine globale Zukunft führen würde, realisieren wir nun, dass der Globus für unsere Globalisierungspläne zu klein ist. Der Weg in eine behütetere Vergangenheit erweist sich ebenfalls als Fiktion. Wir hängen in der Luft, der jähe Absturz droht. In dieser brisanten Situation gilt es zuallererst, wieder festen Boden unter den Füßen zu gewinnen und sich dann neu zu orientieren.

Bruno Latour unternimmt den Versuch, die Landschaft des Politischen neu zu vermessen und unsere politischen Leidenschaften auf neue Gegenstände auszurichten. Jenseits überkommener Unterscheidungen wie links und rechts, fortschrittlich und reaktionär plädiert er für eine radikal materialistische Politik, die nicht nur den Produktionsprozess einbezieht, sondern auch die ökologischen Bedingungen unserer Existenz.

Sign.: BC 2 Lat

 

 

 

Bastian Ronge (2016):
Solidarische Ökonomie als Lebensform. transcript.

Was ist »solidarische Ökonomie«? In der Begegnung mit verschiedenen Akteuren der Bewegung in Berlin identifizieren und thematisieren die Beiträge des Bandes zentrale Fragen und Probleme der solidarischen Ökonomie. Sie vermitteln einen lebendigen Eindruck von der Welt des alternativen Wirtschaftens, ohne dass dabei die theoretische Reflexion zu kurz kommt.

Ein Buch, das sowohl zum Nachdenken über alternative Formen des Wirtschaftens als auch zum Nach- und Mitmachen animiert.

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Halard Welzer, Dana Giesecke, Luise Tremel (2016):
Futur Zwei Zukunftsalmanach 2015/16 – Geschichten vom guten Umgang mit der Welt. Fischer Verlag.

Alternativlos? Gibt es nicht. Der zweite FUTURZWEI-Zukunftsalmanach erzählt in 83 Geschichten von gelebten Gegenentwürfen zur Leitkultur des Wachstums und der Verschwendung. Das Schwerpunktthema ist Material – es geht um Rohstoffgewinnung und Güterproduktion, um Hyperkonsum und Abfall.

Der Blick richtet sich auf das Politische und wie immer ins FUTURZWEI: Werden wir für ein Weniger an Stoff, Konsum und Ungerechtigkeit bereit gewesen sein? Fünf Schriftsteller erzählen, wie in naher Zukunft mit Rohstoffen und Konsumprodukten umgegangen werden könnte.

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Halard Welzer, Dana Giesecke, Luise Tremel (2018):
Futur Zwei Zukunftsalmanach 2017/18 – Themenschwerpunkt Stadt. Fischer Verlag.

Alternativlos? Gibt es nicht. Der dritte FUTURZWEI-Zukunftsalmanach, herausgegeben von Harald Welzer, Dana Giesecke und Saskia Hebert, erzählt in über 50 Geschichten von gelebten Gegenentwürfen zur Leitkultur des Wachstums und der Verschwendung. Erstmals bietet er dabei auch eine internationale Perspektive. Gemeinsam mit dem Goethe-Institut ist FUTUREPERFECT entwickelt worden, das in inzwischen 32 Ländern Geschichten des Gelingens sammelt, von denen die besten hier erzählt werden und die einmal mehr zeigen, was es heißt, seine Handlungsspielräume zu nutzen.

Der Themenschwerpunkt Stadt widmet sich aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen: Jenseits hierarchischer Stadtplanung und gegen Gentrifizierung, Verdrängung und Luxussanierung werden neue, kreative Formen der Urbanität und des Umgangs mit dem Lebensraum Stadt aufgezeigt. Hierbei geht es unter anderem um alternative Wohnprojekte, die gleichberechtigte und nachhaltige Nutzung des öffentlichen Raums und um dezentrale Energieversorgung.

Zudem bieten literarische Stadtgeschichten jede Menge Inspiration, um sich selbst das gute Leben nicht mehr aus der Hand nehmen zu lassen.

Sign. FF 1/23 Fut

 

 

 

Brian Willems (2017):
Speculative Realism and Science Fiction. Edinburgh University Press.

Brian Willems draws on the science fiction of Cormac McCarthy, Paolo Bacigalupi, Neil Gaiman, China Mieville, Doris Lessing and Kim Stanley Robinson alongside speculative materialists including Graham Harman, Quentin Meillassoux and Jane Bennett, to try and imagine the end of anthropomorphism.

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Visualisierungen

 

 

Kollektiv Orangotango+ (2018):
This Is Not an Atlas. transcript.

This Is Not an Atlas gathers more than 40 counter-cartographies from all over the world. This collection shows how maps are created and transformed as a part of political struggle, for critical research or in art and education: from indigenous territories in the Amazon to the anti-eviction movement in San Francisco; from defending commons in Mexico to mapping refugee camps with balloons in Lebanon; from slums in Nairobi to squats in Berlin; from supporting communities in the Philippines to reporting sexual harassment in Cairo.

This Is Not an Atlas seeks to inspire, to document the underrepresented, and to be a useful companion when becoming a counter-cartographer yourself.

… PDF hier weiterlesen.

Webseite zum Projekt

 

 

 

Christoph Drösser (2015):
Wissen in Bildern – Unsere Welt in 60 einzigartigen Grafiken. Die ZEIT.

Was geschieht mit unserem Müll? Bei welchen Tätigkeiten verbrennt der Mensch wie viel Energie? Wie viele Sprachen gibt es auf der Welt und welche sind die meist gesprochenen? Welches ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel? Wovor haben unsere Kinder am meisten Angst?

Der vorliegende Band mit 60 Infografiken aus der beliebten ZEIT-Kolumne „Wissen in Bildern“ beantwortet Fragen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen auf prägnante, anschauliche und überraschende Art und Weise.

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zur ZEIT Seite: Wissen in Bildern

 

 

 

Manuela Pfrunder (2002):
Neotopia – Atlas zur gerechten Verteilung der Welt. Limmat Verlag

Die Erde besteht aus Luft, Wasser, Stein, Erdöl, Blumen, Ziegen, Autos, Schwimmbädern, Glühbirnen und Salatschleudern … Dies alles steht in einer bestimmten Menge zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Verfügung. Die Menschheit, die sich ebenfalls auf dieser Erde befindet, nimmt eine Sonderstellung ein und beschäftigt sich unter Begriffen wie Wirtschaft, Politik, Raumplanung oder Entwicklungshilfe mit der Verteilung des Vorhandenen. Damit stellt sich zwangsläufig die Frage nach der Gerechtigkeit, und dazu ist längst eine Antwort festgeschrieben: Jeder Mensch hat die gleichen Rechte und somit den gleichen Anspruch auf die gegebenen und die produzierten Dinge.

Wie aber sieht unsere Welt aus, wenn wir mit der Gerechtigkeit ernst machen und für jedes Neugeborene die gleichen Voraussetzungen schaffen? Die Beantwortung dieser Frage zwingt dazu, die Erde neu zu gestalten: In radikaler Objektivität stelle ich Gerechtigkeit und Chancengleichheit her und bringe die Welt in Ordnung. Diese neue Welt enthält die Vergangenheit, nimmt die Zukunft voraus und repräsentiert die Gegenwart, indem alle Daten, mit denen sie konstruiert wurde, auf Statistiken zum Zustand der heutigen Welt beruhen.

Das Resultat ist ein utopo-grafischer Atlas der beendeten Schöpfung, die Apokalypse der Gerechtigkeit.

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Sandra Rendgen, Julius Wiedemann (2014):
The Atlas of Infographics – Understanding the World. Taschen.

Infografiken erklären die Welt: Die Erde, überwältigend in ihren Dimensionen, ihrer Vielfalt und ihrem ständigen Wandel, hört nie auf, uns zu erstaunen und unsere Neugier zu wecken. Schon seit den frühesten Höhlenmalereien versucht der Mensch, das, was um ihn herum vorgeht, visuell zu ordnen. Dieser umfangreiche visuelle Atlas präsentiert die aufregendsten, kreativsten und inspirierendsten Versuche, die Welt mit Infografiken zu erklären.

In fünf Kapiteln deckt das Werk die Bereiche Ökologie, Technik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur ab und zeigt die komplexesten Systeme auf unserer Erde in einer verständlichen visuellen Form. Die über 280 in großem Maßstab reproduzierten Grafiken, darunter auch sieben Ausklappseiten, legen den Schwerpunkt auf das 21. Jahrhundert, bei einigen handelt es sich aber auch um historische Meisterwerke, die unsere aktuelle Situation in einen geschichtlichen Zusammenhang stellen

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Personen & Ausstellungen

 

 

Ausstellung

Friedrich von Borries. Politics of Design, Design of Politics
Pinakothek der Moderne
Die Neue Sammlung – The Design Museum
30.11.2018 – 29.09.2019

„Friedrich von Borries. Politics of Design, Design of Politics“ ist der programmatische Titel der Ausstellung von Friedrich von Borries, die von November 2018 bis September 2019 in der Paternoster-Halle und der ständigen Sammlung gezeigt wird. In einer Reihe von Interaktionen und Interventionen in der Sammlung zeigt der Architekt und Designtheoretiker auf, inwieweit Design ein politisches Moment in sich trägt. Denn Designobjekte sind immer auch in einem politischen Zusammenhang entstanden und vielfach auch aus einer gesellschaftspolitischen Intention heraus entwickelt worden.

Diesen „Politics of Design“ wird das „Design of Politics“ gegenübergestellt, ein Projekt, dass die Möglichkeiten der Gestaltung und Veränderung von Politik durch Design untersucht. Welchen Beitrag kann das Design für die soziale und kulturelle Entwicklung einer Gesellschaft leisten? Ergänzt werden beide Teile durch eine subjektive Reflexion des bisherigen Werkes von Friedrich von Borries.

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Mieke Gerritzen, Koert van Mensvoort (2016):
Save the Humans! How to survive. BIS Publishers.

A cute, fat little hardcover book of comics that push the limits of human relationships with technology. As we become more reliant on social media, wearable computing, med tech, self driving cars, and more, we reinvent what it means to be human and what is the boundary between humans and machines. This book is all about thinking creatively about and beyond those boundaries and making conscious choices about how much of our lives, brains, and agency we devote to pixels and chips.

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Mateo Kries, Amelie Klein, Alison Clarke (2018):
Victor Papanek – The politics of design. Vitra.

Victor Papanek: The Politics of Design bietet einen umfassenden Überblick über das Schaffen des Designers, Autors und Aktivisten Victor J. Papanek. Sein Hauptwerk, die 1971 erschienene Streitschrift Design for the Real World, wird dabei ebenso beleuchtet wie seine Entwürfe und sein Engagement für soziale Minderheiten, die sogenannte Dritte Welt und einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Das Buch dokumentiert unzählige Fotografien, Objekte, künstlerische Arbeiten und Entwürfe, Zeichnungen, Briefe und andere Materialien, die teilweise zum ersten Mal veröffentlicht werden. Auch Papaneks enger Austausch mit Zeitgenossen wie Richard Buckminster Fuller, George Nelson und Marshall McLuhan wird untersucht. Ergänzt wird das Buch um Werke etwa von Tomás Saraceno, Catherine Sarah Young, Gabriel Ann Maher, Thomas Thwaites und Forensic Architecture, sowie Flui Coletivo und Questtonó. Diese zeitgenössischen Arbeiten zeigen: Papaneks Deutung von Design als Werkzeug für gesellschaftlichen Wandel ist aktueller denn je und prägt bis heute die Debatten über Social Design, Critical Design und Design Thinking.

Sign.: RC 1 Pap

Ausstellung:
Victor Papanek –  The Politics of Design.
Vitra Design Museum, Basel.
29.09.2018 – 10.03.2019

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Bruno Latour (2016):
reset modernity. MiT Press.

Die Moderne war eine Methode, die es ermöglichte, zwischen Vergangenheit und Zukunft, Nord und Süd, Fortschritt und Rückschritt sowie radikal und konservativ zu unterscheiden. Doch in einer Zeit tief greifender ökologischer Veränderungen dreht sich dieser Kompass wild im Kreis, ohne noch groß Orientierung zu bieten. Deshalb ist es an der Zeit, einen Reset durchzuführen. Lassen Sie uns einen Moment innehalten und ein Verfahren anwenden, um nach anderen Sensoren zu suchen, mit denen wir unsere Detektoren, unsere Werkzeuge, neu kalibrieren können. Damit wir wieder fühlen, wo wir sind und wohin wir vielleicht wollen.

Die Ausstellung bietet eine ganze Reihe desorientierender/neuorientierender Verfahren. Wir garantieren jedoch für nichts: Es handelt sich noch immer um ein Experiment, ein Gedankenexperiment, eine Gedankenausstellung.

Sign.: HG 5 Res

Ausstellung:
GLOBALE: Reset Modernity!
ZKM Karlsruhe.
16.04.2016 – 21.08.2016.

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Nina Möllers, Christian Schwägerl, Helmuth Trischler (2015):
Willkommen im Anthropozän – Unsere Verantwortung für die Zukunft der Erde. Deutsches Museum.

Ob Landwirtschaft, Handel, Verkehr oder Urbanisierung: Seit es uns Menschen gibt, haben wir die Erde geprägt und verändert. Insbesondere seit der Industrialisierung hinterlassen wir einen unverwechselbaren und oft unwiderruflichen Fingerabdruck auf der Erde. Inzwischen ist dieser Abdruck so stark, dass Wissenschaft, Politik und Gesellschaft diskutieren, ob sich die vom Menschen initiierten Veränderungen in geologischer Form niederschlagen und so langfristig sind, dass wir bereits in einem neuen Erdzeitalter leben.

In fünf Teilen illustriert der Essayteil die Ideengeschichte des Anthropozäns, seine Phänomene und Auswirkungen, das Leben im Anthropozän sowie die Bedeutung des Konzeptes für Bildung, Forschung und Museum. Künstlerische und literarische Beiträge bieten einen neuen Blick auf das veränderte Verhältnis von Mensch und Natur, während ein Making Of die konzeptionelle und gestalterische Idee der Ausstellung erläutert.

Der reich bebilderte Katalogteil präsentiert das Anthropozän in all seinen Facetten und Bedeutungen und unterstreicht unsere Verantwortung für die Zukunft der Erde.

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Arrondierungen

 

 

Friedrich von Borries (2016):
RLF. das richtige Leben im falschen. suhrkamp nova.

Am Anfang stehen die Riots in London: Die Verlierer der Konsumgesellschaft strömen auf die Straßen, zeigen der Welt, dass es sie gibt; Autos und Geschäfte brennen. Und die Welt des jungen Werbers Jan gerät ins Wanken. Er hat mit Kampagnen für die Fashion-Industrie eine Menge Geld verdient, doch als er in die Unruhen gerät, wird ihm klar: Der Kapitalismus muss gestürzt werden, und zwar mit seinen eigenen Mitteln. In der Aktivistin Slavia und dem Künstler Mikael Mikael findet Jan die richtigen Mitstreiter. Gemeinsam gründen sie RLF, ein Lifestyle-Unternehmen, das den Wunsch nach Protest und Widerstand in Konsumprodukte verwandelt; mit dem Ziel, das System selbst in einem revolutionären Akt zum Einsturz zu bringen. Doch die Revolution hat ihren Preis, und den wird am Ende jemand bezahlen müssen – und sei es mit dem Leben.

„Manche nennen von Borries einen Aufschneider, einen Spinner. Seine Ideen seien nicht zu Ende gedacht. Welche Vision am Ende des Systemumsturzes stehen soll und wofür der Erlös von RLF genau verwendet werden soll, lässt er offen. Vielleicht eine Mikro-Nation, in der das neue „richtige“ Leben erprobt werden kann. Man kann die Thesen von Friedrich von Borries infrage stellen, ablehnen und eine eigene, viel bessere Idee entwickeln. Von Borries würde sagen: Auch das ist Teil des Gesamtkunstwerks“ (dradio.de)

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William Gibson (1989):
Neuromancer: Science Fiction Roman. Heyne Verlag.

Der Meilenstein der Science-Fiction-Literatur. Case ist ein ausgebrannter Cyberspace-Cowboy. Er war einer Besten, doch sein Versuch, sich auf Kosten seiner Auftraggeber, für die er das Netz durchstreifte, zu bereichern, wurde hart bestraft: Seine Nerven sind von russischem Mykotoxin so geschädigt, dass ihm der Zugang zur Matrix des Cyberspace unmöglich geworden ist. Dann erhält er eine zweite Chance. Der geheimnisvolle Armitage bietet ihm an, seine geschädigten Nerven in einer illegalen Klinik heilen zu lassen, wenn Case dafür einen heiklen Auftrag im Cyberspace übernimmt. Seine Begleiterin dabei ist Molly, eine Straßenkämpferin mit implantierten Sehlinsen und ausfahrbaren Skalpellen unter den Fingernägeln. Case ahnt, dass dieser Auftrag ihn an seine Grenzen bringen wird …

Sign.: FD 6 Gibson

 

 

 

Yuval Noah Harari (2017):
homodeus. Beck Verlag.

In seinem Kultbuch Eine kurze Geschichte der Menschheit erklärte Yuval Noah Harari, wie unsere Spezies die Erde erobern konnte. In „Homo Deus“ stößt er vor in eine noch verborgene Welt: die Zukunft. Was wird mit uns und unserem Planeten passieren, wenn die neuen Technologien dem Menschen gottgleiche Fähigkeiten verleihen – schöpferische wie zerstörerische – und das Leben selbst auf eine völlig neue Stufe der Evolution heben? Wie wird es dem Homo Sapiens ergehen, wenn er einen technikverstärkten Homo Deus erschafft, der sich vom heutigen Menschen deutlicher unterscheidet als dieser vom Neandertaler? Was bleibt von uns und der modernen Religion des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die alles besser können als wir? In unserer Gier nach Gesundheit, Glück und Macht könnten wir uns ganz allmählich so weit verändern, bis wir schließlich keine Menschen mehr sind.

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