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Die produktive Stadt
Gegen den Fatalismus einer nie in Frage gestellten Funktionstrennung von Wohnen und Arbeiten

erstellt am: 24.08.2017 | von: englich | Kategorie(n): Quellen

Seit langem haben wir diejenigen Stadtbausteine, die auch jenseits von direkten Subventionen ein Bollwerk gegen die wirtschaftliche und soziale Ungleichheit der Quartiere sein können, aus den Augen verloren. Viele ehemals selbstverständliche gewerbliche und industrielle Arbeitsplätze sind aus dem Stadtbild verschwunden. Die funktionalistische Trennung der modernen Stadt, die die Industrie vor die Tür gesetzt hat, wirkt als mühlsteinschwere Tradition bis in die Gegenwart fort. Inzwischen betrifft dies nicht nur die Industrie – das ganz normale Gewerbe, vom Klempner in der Straße bis zum Glaser um die Ecke, wird aus der Stadt vertrieben.

Zwölf Autoren aus dem In- und Ausland haben mit ihren Ideen dazu beigetragen, dieses Heft zur „Produktiven Stadt“ auf die Beine zu stellen. Wir glauben, dass es sich lohnt, dem nach wie vor gültigen Credo der Funktionstrennung neue Modelle entgegenzustellen. Nicht das Latte-macchiato-Konzept der lebendigen Stadt ist gefragt. Die Idee der gemischten Stadt ernst nehmen heißt heute, dafür zu sorgen, dass auch die „maßvoll störenden“ Teile der Industrieproduktion und des Gewerbes wieder ihren Platz haben in der Stadtstruktur.

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Die produktive Stadt – StadtBauwelt 35.2016

 

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