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Segregation
Verdrängung, Exklusion oder soziale Durchmischung?

erstellt am: 24.08.2017 | von: englich | Kategorie(n): Quellen

Auch wenn es die Bundesregierung gerade aus ihrem Armutsbericht getilgt hat: Die zunehmende Spaltung unserer Gesellschaft bleibt eine Tatsache. Im europäischen Ungleichheits-Ranking belegt Deutschland zwar den Platz in der goldenen Mitte – die Einkommensungleichheit nimmt hierzulande jedoch besonders schnell zu, wie die OECD 2011 ermittelte. Und die soziale wie räumliche Segregation, die Aus- und Abgrenzung verschiedener Bevölkerungsgruppen, wird zu einem wachsenden Problem unserer Städte. Dabei geht es nicht um migrantische „Parallelgesellschaften“, die in deutschen Städten nachweislich nur als hartnäckiger Mythos existieren. Ein viel realeres Phänomen ist die sozio-ökonomische Polarisierung, die in „sozialen Brennpunkten“ oder abgeschotteten Luxusvierteln lediglich ihre Extreme findet.

Eine Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik lieferte Mitte des Jahres alarmierende Ergebnisse, die wir für diese Ausgabe gemeinsam mit dem Grafiker Deniz Keskin visualisiert haben (S. 62): Obwohl die Zahl armer Familien im Durchschnitt in vielen Städten zurückging, ist die Segregation der von Armut Betroffenen in den meisten Städten gestiegen. Während die Zentren eine Aufwertung erleben, werden arme Haushalte mit Kindern buchstäblich an den Rand gedrängt, sie landen oft in Großsiedlungen oder solchen der 50er und 60er Jahre.

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Segregation – StadtBauwelt 48.2012

 

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